Kontakt

Telefon: 0049 173 6182149

Post: Askanischer Platz 1, 10963 Berlin

Mail: steffendobbert@gmail.com

5 Gedanken zu „Kontakt

  1. Sehr geehrter Herr Dobbert,
    seit ca. vier Jahren haben wir als Familie eine Verbindung mit einer Familie in Kiew. Deshalb berühren uns die Nachrichten aus Kiew und der Ukraine sehr.
    Ich finde es sehr wichtig, dass über die Missstände in diesem Land aufgeklärt werden muß. Das machen Sie auf eine wunderbare Weise.
    Viele Menschen wissen immernoch zu wenig über dieses Land. Wir waren letzten Sommer mit unseren Kinder in der nähe von Tscherkassy und haben hier zu Hause über unsere Reise einen Vortag gehalten und waren sehr übberrascht wieviele Menschen sich dafür interessiert haben und konnten so viele Vorurteile ausräumen. Ich glaube es wird noch ein langer Weg für die Menschen in der Ukraine werden. Aber ich glaube je mehr darüber berichtet wird und die Menschen dort kämpfen, werden sich die Strukturen in der Ukraine ändern. Die EM2012 hat ja schon dazu beigetragen, dass jetzt so über die Ukraine berichtet wird und die Menschen dort auch den Mut haben zu kämpfen.
    Berichten Sie bitte weiter darüber.

    Herzliche Grüße

    Andrea Brüster

  2. Lieber Herr Dobbert: Ihr neuerlicher Kommentar über Putins Verhalten in der Krimkrise ist höchst aufschlussreich, wenn auch nach meiner meinung etwas zu vordergründig. Zur Ergänzung bite ich ihnen folgende Gedanken an:

    „Machen wir es uns nicht ein wenig zu einfach, die Neigung der gegenwärtigen ukrainischen Staatsführung zu Russland nur als das Ergebnis einer Erpressung Putins durch finanzielle Hilfe, Ermäßigung des Gastpreises und anderer wirtschaftlicher Angebote anzusehen. Müssen wir nicht auch die historische Bindung der Ukraine an Russland in Betracht ziehen. Schließlich hatte das mittelalterliche Großrussland unter Rurik, Vorläufer des heutigen Russlands, der Ukraine und Weißrusslands, seit Ende des 9. Jahrhunderts seine Hauptstadt in Kiew. Im Kiewer Rus, wie das Reich damals hieß, fand unter dem Zaren und Heiligen Wladimir wegen seiner Heirat mit einer byzantinischen Prinzessin die Christianisierung des Rus statt. Hier entwickelte sich das Altkirchenslawisch, die Basis des Russischen und des nahverwandten Ukrainisch. Putin, als Instrumentalisierer der orthodoxen Religion, hat schon 2005, kurz nach 1992, dem Zerfall der Sowjetunion, zusammen mit dem damaligen ukrainischen Präsidenten Kutchma die Wladimir-Kathedrale in Chersones als Symbol der Zusammengehörigkeit beider Staaten erneut einweihen lassen. Chersones ist nicht weit von Sebastopol entfernt, in dessen exterritorialen Gebiet den Kriegshafen „gepachtet“, und zum Stützpunkt der russischen Schwarzmeer-Flotte ausgebaut. Geschichte, Religion, Kultur, Sprache und gemeinsame Geschichte seit der Zarin Katharina und Potemkin verbinden also die Ukraine mit Russland, denen die Europäische Union weniger als wir glauben entgegenzusetzen hat um die Ukraine für den Westen zu gewinnen. Schließlich ist die Ansicht vom Westen historisch durch die K. und. k. Monarchie mit ihrer antislawischen Politik und kulturell durch das wenig ukrainische Zentrum Lemberg (Lwiw) geprägt.“

  3. Hallo Herr Dobbert,

    ich habe Ihren Aufsatz „Revolution: Wir sind mittendrinn“ jetzt schon zig mal gelesen. Vielen Dank für diese sehr persönliche Sicht! Was mich wohl besonders gefesselt hat: auch ich habe mir die schon die Frage gestellt, warum mich das Thema in meiner direkten Umgebung scheinbar alleinig so interessiert. Ihre These, dass es die Leute, die 1989 miterlebt haben mit ganz anderen Augen sehen scheint sich auch bei mir zu bestätigen. Auch ich komme aus Berlin, habe als Kind die Wende erlebt und nie wirklich verstanden. Heute, umgeben von Pfälzern und Schwaben werde ich fast wütend, dass sich scheinbar Niemand zu interessieren scheint.
    Ich freue mich auf weitere Berichte.

  4. Hallo Herr Dobbert,

    in den letzten 2 Jahren hat sich übers Internet eine sehr enge Freundschaft zwischen mit und einem russichstämigen Mann in der Ostukraine entwickelt, der für die Ukraine als ein demokratisches Land und ohne Korruption kämpft.. In den letzten Tage habe ich bemerkt, dass unsere fast täglichen emails schon den Charakter digitaler Feldpostbriefe bekommen haben. Ich selber bin Jahrgang 1959.

    Vorige Tage schrieb ich ihm meine Gedanken dazu:

    Yesterday I had a transgenerational-flashback, I call it so. I got back in my imagination to my mothers situation when in January 1945 she with her 2 small children have been living in Silesia and have followed the events of the nearcoming russian front at the end of the war. So they lived in fear whether they could stay or they had to go to save their lifes. Often, she has been story-telling to me about this period of time and the times when she „went on the flight“, left and lost her home, as „oral-history“.
    Your situation brought this association up within me, reminded me to her history: realizing a danger, fearing and seeing it coming closer and you always are thinking what to do and what the next day will bring… Living in insecurity over weeks and month… acting was relying on intuition and courage in the right moment. And it was important to be part of a community (family or friends), everybody brought news and that was essential to come to realistic conclusions and decisions….
    I think that this part of my family-trauma is touching me now again and I am thinking and reflecting about this from the perspective of today, of my present maturity, trying to understand what my parents have experienced that days not only by rational knowing but by emotional understanding too.
    When i wrote some days ago I felt fear, this was the same fear my mother experienced long before I was born. I think this is what psycologically is called „transgenerational transfer of family-trauma“.

    Natürllich sehe ich auch, welches Glück wir alle in Europa hatten, dass die Wende 1989 ohne Blutvergiessen und Tote abgelaufen ist. Unser Glück war, dass damals Gorbatschow Präsident war und nicht jemand wie Putin. Das Glück, das wir hatten wünsche ich auch allen Ukrainern.

    Ich schätze Ihre Reportagen. Danke!

  5. Sehr geehrter Herr Dobbert,
    Ihr Artikel „Wolfgang Schäuble, der verhasste Deutsche“ gefällt mir ausgesprochen gut. Insbesondere den Umstand, dass in Griechenland eine Partei am linken politischen Rand die nationale Karte spielt, finde ich interessant dargestellt. Dass Sie gleichzeitig auch auf das Unbehagen hinweisen, dass einen bei der durch Tsipras‘ Redetalent bewirkten Begeisterung befällt, passt sehr gut dazu. Man ahnt was aus einem Land werden kann, wenn seine Bürger aus Wut in Extremismus abgleiten. Diese Entwicklung wird durch den „Grexit“ hoffentlich nicht zu weit gehen.

    Noch ein kleiner Hinweis an das Lektorat: Wer brauchen ohne „zu“ gebraucht…
    „brauchen die Griechen zwar keine Fahrscheine mehr für Bus und Bahn kaufen“

    Mit freundlichen Grüßen
    Christian Schulz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.